21.2.2017  Peter & Tekal-Teutscher:  Gesund gelacht

© medizinkabarett.at
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Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum! 20 Jahre auf der Bühne sind ein Grund, zu feiern. Peter & Tekal-Teutscher machen das mit ihrem Programm „Gesund gelacht“, das am 21. 2. im Wiener Orpheum Premiere hatte. DieKleinkunst-Redakteurin Marion Kern war live dabei, als eine Mischung aus Best-of und aktuellen Inputs dargeboten wurde.

 

 

Nach 20 Jahren auf der Bühne kann man schon auf ein umfangreiches Repertoire zurückblicken – ein passender Anlass, die besten Nummern nochmals zum Leben zu erwecken und mit aktuellen Ergänzungen in die Gegenwart zu holen. Dieses Rezept verschrieben Peter & Tekal-Teutscher ihrem treuen Publikum, das mit der gewohnten Freude dabei und im ausverkauften Orpheum bei bester Stimmung war.

 

Das kann auch gar nicht anders sein, wenn Josef Hartlieb und Frau Kratochwil alias Norbert Peter mit ihrem Lieblingsarzt, Ronny Tekal-Teutscher, ihre Doppelconférencen halten und die Lachmuskeln des Publikums frontal attackieren. Die theoretischen Inputs von Dr. Tekal bieten dem Publikum Bildung auf höchstem (Humor-)Niveau. Der Titel („Gesund gelacht“) ist hier Programm! Altbekannt und doch jedes Mal wieder genial. Das Stammpublikum mag Déjà-vus, wie auch Norbert Peter im Gespräch bestätigt.

 

Das Phänomen: Man muss nicht, wie Ronny Tekal-Teutscher sagt, an Demenz leiden, um über die bereits erzählten Gags zu lachen – sie sind trotz Ihrer Bekanntheit immer wieder lustig. Das ist natürlich auch dem Schauspieltalent der beiden bzw. ihrem Hang zur Komik zu verdanken.

 

Ungeschlagen nach wie vor die Klassiker vom Zigarettenautomaten über das Einsparungsprogramm für OP-Personal, die Beratungshotline bis zum Übersetzer am Krankenbett. Dabei werden punktuell aktuelle Details eingestreut, wie zum Beispiel die Gangbettenproblematik oder der neue Bundespräsident. Diese bleiben aber an der Oberfläche, gesamtthematisch gibt es keine Experimente oder Abweichungen. Das ist auch gut so, denn auf diese Art bleiben die Programme mehr oder weniger zeitlos. Ideal für ein Best-of!

 

Auch die Ausstattung ist schon etabliert: Flip-Charts für die grafische, mathematische oder auch bildliche Veranschaulichung verschiedener Themen, ein Keyboard zur musikalischen Untermalung von (vorwiegend) Tekals Gesangseinlagen und der Tisch mit einem Telefon.

 

Dass dennoch auch Raum für spontane Improvisation bleibt, zeigte sich bei der Zugabe, als eine unvorhergesehene Situation auch auf der Bühne für herzliches Lachen sorgte. Aber man merkt auch im geplanten Ablauf, dass Peter & Tekal-Teutscher Spaß haben. Sie sind ein top-eingespieltes Team und kommen beim Publikum bestens an.

 

Fazit: Lachen ist doch die beste Medizin – und dafür wird im routinierten Stil von Peter & Tekal-Teutscher auch im Jubiläumsprogramm gesorgt, das zu recht „Gesund gelacht“ heißt. Es ist dieselbe Wirkungsweise wie die eines pharmazeutischen Stimmungsaufhellers: Einmalige Zufuhr reicht nicht, die Konsumation muss immer wieder erfolgen, um den optimalen Effekt zu erzielen. Mögliche Nebenwirkungen: Kopfschmerzen vom Lachen… Zumindest spürt man nach diesem heiteren Abend mit Sicherheit eine Verbesserung der Stimmung und die Freude auf viele weitere Bühnenjahre des kongenialen Duos.

 

 

DieKleinkunst-Redakteurin Marion Kern

 

 

 

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