15.03.2016 Kulisse: Peter und Tekal – Der Nächste, bitte!

www.medizinkabarett.at
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Man soll ja regelmäßig zum Arzt gehen, also hat sich DieKleinkunst-Redakteurin Marion Kern wieder einmal unter die „Patient/innen“ von Peter & Tekal beim neuen Programm „Der Nächste, bitte!“ in der Kulisse begeben, um dafür zu sorgen, dass die Lachmuskeln nicht nur überprüft, sondern auch gleich trainiert werden.

Das „Wartezimmer“ der Kulisse war zum Bersten voll, was auf einen guten Ruf des Arztes Ronny Tekal und eine kompetente „Behandlung“ schließen ließ, also war es kein Problem, in Kauf zu nehmen, mindestens zwei Stunden dort zu verbringen. Dieser Aufwand hat sich ausgezahlt!

 

Der Einstieg in das Programm „Der Nächste, bitte!“ erfolgte in gewohnter Manier – eine großartige Doppelconférence zwischen Ronny Tekal und Amalie Kratochwil alias Norbert Peter, dem man seine eben erst überstandene Grippe kaum anmerkte. Die beiden hatten wie immer spürbar Spaß an der Sache, ebenso wie das Publikum, das unter Anderem lernte, dass ärztliche Schweigepflicht bedeutet, nicht mit den Patient/innen zu reden…

 

Danach erfolgte eine Neuerung im bewährten Konzept: Dr. Tekal empfing „echte“ Patient/innen und führte mit ihnen Gespräche, tatkräftig gestört – äh, unterstützt – von Frau Kratochwil. Der erste Patient war der Sprecher Andy Woerz, der spätestens nach seiner Live-Demonstration des Möbelix-Werbeslogans allseits erkannt wurde.

 

Zunächst unterhielt er die „Wartenden“ mit einer a-cappella-Schlagzeugperformance, bis er aufgerufen wurde und mit Dr. Tekal vor allem über Diabetes II plauderte. Das Gespräch war eine Mischung aus Kabarett und Bildung, zumal Andy Woerz tatsächlich davon betroffen ist und aus dem Nähkästchen erzählte.

 

Im zweiten Teil hatte Albert Fortell einen Termin bei Dr. Tekal. Seine größte Schwierigkeit war es, an Frau Kratochwil, die als Sprechstundenhilfe arbeitete, vorbeizukommen, da sie ganz offensichtlich für ihn schwärmte. Thema dieses Arztgesprächs war vor allem ein Wasserski-Unfall von Albert Fortell und die Folgen. Auch dieser hatte sich tatsächlich ereignet. Immer wieder wurde dabei ein ironischer Seitenblick auf Privatversicherungen geworfen.

 

Mit diesem neuen Format gaben Peter & Tekal ihren Kollegen Rahmen und Bühne für eigene Darbietungen – ob das nun als Marketing gedacht war oder nicht sei dahingestellt, Hauptsache das Publikum hat sich gut unterhalten.

 

Programm und Darsteller kamen durch und durch sympathisch an, am Schluss posierten alle spontan und bereitwillig für das Foto eines Zusehers, Frau Kratochwil bot sich sogar für ein Selfie mit ihm an, das dann unter großem Gelächter auch gemacht wurde.

 

Insgesamt hat der Abend wieder einmal gezeigt, dass auch niveauvolles Kabarett ohne Derbheit und einschlägige Witze nach wie vor bestes Entertainment-Potential hat. Das sollte angesichts der aktuellen inhaltlichen und sprachlichen Trends in der Kabarett-Szene nicht unerwähnt bleiben…

 

Wer dieses neue Konzept der „Talkshow“ von Peter & Tekal selbst erleben möchte, sollte sich beeilen, es gibt in diesem Frühjahr nur mehr drei Termine!

 

 

 

DieKleinkunst-Redakteurin Marion Kern

 

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