19.5.2016 Dornrosen: Weltscheibn - Hits in der Hitz

© Manfredo Weihs
© Manfredo Weihs

AC/DC mit Axl Rose oder die Dornrosen - die Wahl hatte DieKleinkunst-Redakteurin Margot Fink und entschied sich für die Premiere des neuen Programms der Dornrosen Weltscheibn - Hits in der Hitz im CasaNova Wien. Obwohl das mit der Hitze war dann noch nicht so, aber Hits waren auf alle Fälle dabei und was für welche!

 

 

 

Seit 15 Jahren sind die drei Schwestern Katharina, Christina und Veronika Schicho als die Dornrosen unterwegs, und haben schon den einen oder anderen Hit gelandet, erwähnt sei dabei etwa der Rehgehegesong. Nun  hat sich die "Geschwisterband mit Schmäh" für das neue Programm Weltscheibn - Hits in der Hitz noch ihren Bruder Dominik Schicho, dem jüngsten musikalischen Familienmitglied der Schichos ("Er braucht das Geld"), als Percussionist auf die Bühne geholt. Er kommt als erster auf die Bühne  und zeigt gleich einmal in seinen Begrüßungssätzen, dass auch er alles andere als schmähstad ist. 

 

Und dann geht's los, zuerst mit einem Geheimnis, nämlich dass im Elternhaus der Geschwister Schicho ein Hit geschrieben wurde, und danach mit den Hits in der (Nicht)Hitz, und zwar mit einem philosophischen I bin wos i bin, es folgen Würstlstandl und Der Gartenfetischist. In ihren Liedern lassen sich die Dornrosen gerne von ihrem Leben inspirieren, bei Würstlstandl, erzählt Veronika Schicho etwa von einem ihrer Lieblingsplätze in Wien oder zum Gartenfetischist wurde Katharina Schicho beim Kampf gegen Nacktschnecken und Wühlmäuse in ihrem Garten inspiriert.

 

Die Selbstironie fehlt auch nicht bei den Dornrosen: sie spielen "verkannte" Hits aus ihren früheren Dornrosen-Jahren, wie jener von Veronika Schicho über Knud, das Nasenhaar in Gertis Zinken,  und eines der Highlights ist auch das Medley an Hits vom Mittelalter bis zur Jetztzeit.

 

Die Dornrosen zeigen wieder einmal von Anfang an, was ihre Programme ausmacht: Schmäh bei den Zwischenmoderationen, Nachdenkliches und Humorvolles in den Texten, musikalische Topqualität, tolle Stimmen und tolles Zusammenspiel auf der Bühne, auch zu viert harmonieren sie wunderbar. Wie immer ist es ein Vergnügen, den Dornrosen zuzuhören und zuzusehen, ein sehr unterhaltsamer, empfehlenswerter Abend! Die Hits sind also schon gelandet in der Stadt - der Sommer sollte bald folgen ... Ach ja, und das Geheimnis um den in ihrem Elternhaus komponierten Hit wurde auch gelüftet.

 

DieKleinkunst-Redakteurin Margot Fink

 

 

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CasaNova Wien