21.09.2015 Andreas Ferner & Markus Hauptmann: Teamteaching

© Severin Wurnig
© Severin Wurnig

Passend zum Schulanfang versuchen sich HAK-Lehrer Andreas Ferner und die Volksschullehrerin Markus Hauptmann nun im „Teamteaching“. Und nein, Volksschullehrerin ist kein Schreibfehler – das ist eine der noch besseren Ideen, vor allem mit Tiefgang, an diesem Abend, der DieKleinkunst-Redakteur Paul M. Delavos zutiefst enttäuscht hat.

 

Zwei Lehrer – laut Medienberichten im Solokabarett erfolgreich – versuchen sich nun im Teamteaching. Nun ja, eigentlich wird wenig im Team gemacht, meistens steht jeder für sich auf der Bühne. Schon der Start in die Vorstellung erweist sich als mühsam, wenn sich Andreas Ferner als Anheizer des Publikums versucht, mit dem Zweck, für Bombenstimmung zu sorgen. Denn schließlich sind ja die Medien da, und für die tut man alles. Da entschuldigt man sich auch schon mal rasch nach einer Pointe, die gegen ein anwesendes Medium gerichtet war – so wenig Rückgrat bei einem Lehrer hätte man sich eigentlich nicht erwartet.

Markus Hauptmannhat definitiv mehr Bühnenpräsenz und auch die besseren Schmähs – da ist sicherlich noch einiges an Entwicklungspotenzial vorhanden. Ferner klammert sich am Handmikrofon fest und wirkt teilweise sehr verloren. Auch sollte er sich noch einmal mit der Vorgabe einer kompetenzorientierten Aufgabenstellung – neuerdings Pflicht bei der standardisierten kompetenzorientierten Reife- und Diplomprüfung - auseinandersetzen. Denn das Beispiel für eine solche Aufgabenstellung mit einer Wie-Frage zu stellen, ist nicht die korrekte Form. D. h. Herr Ferner, Aufgabe nicht erfüllt, nicht genügend, danke, setzen!

Im Publikum viel Society-Prominenz und auch ehemalige SchülerInnen der beiden, was für viel Schlussapplaus sorgt, obwohl die Stimmung zwischendurch manches Mal zum Einschlafen war.

DieKleinkunstredakteur Paul M. Delavos


Andreas Ferner

Markus Hauptmann

Orpheum Wien