22.10.2015 Haipl/Knötzl: Dackeln im Sturm

© Dieter Steinbach/Pressefoto
© Dieter Steinbach/Pressefoto

Auch wenn es im Radio seit vielen Jahren funktioniert, muss es das auf der Kabarettbühne noch lange nicht. Einen verzichtbaren Abend erlebte DieKleinkunst-Redakteurin Margot Fink bei der Premiere Dackeln im Sturm von Clemens Haipl und Herbert Knötzl.

 

 

Projekt X ist legendär, seit 20 Jahren, gibt es dieses erfolgreiche Sendungsformat nun schon mit den Hauptprojektleitern Clemens Haipl, Gerald Votava und Herbert Knötzl. Zwei der Projektleiter, Haipl und Knötzl, haben sich nun entschlossen, nach 16 Jahren wieder als Duo gemeinsam auf der Kabarettbühne zu stehen. Herausgekommen ist dabei Dackeln im Sturm.

 

Haipl stürmt als „Ivar der Knochenlose“ mit pinkfarbener Leggins und Glitzertop als Kettenhemd auf die Bühne, Knötzl erscheint als Katze Minki im kurzen Schwarzen und einem Wollknäuel. Ist das schon lustig? Nein, und es wird auch nicht besser. Die Dialoge, vielleicht wirken sie im Radio?, sind langatmig und unsinnig, die Schmähs gleiten auch ins Derbe ab – etwa, wenn die Katze zur Muschi wird, eh schon wissen. Schlager werden dargeboten, von Sierra Madre bis Atemlos, der Heinz Fischer ist mit der Helene Fischer zusammen, weil sie gleich heißen und so weiter und so fort.

 

Für manche mag es großartiger Trash sein (?), für manche ein skuriller Abend, mit Kabarett hat dieses Programm nichts zu tun. Oder sagen wir so: Wer Projekt X mag, dem gefällt das Programm eventuell.

 

DieKleinkunst-Redakteurin Margot Fink


www.niedermair.at